Polen ist international bekannt für seine verschiedenen Volkstänze. Im Folgenden möchten wir euch die beliebtesten dieser Tänze vorstellen. In den beigefügten Videos könnt ihr diese Tänze live in Aktion sehen:

Krakowiak

Der Krakowiak, auch bekannt als Crocovienne, stammt aus der Region um Krakau und ist im engeren Sinne ein Paartanz. Er stammt aus der Region um Krakau und wird in einem schnellen Zwei-Viertel-Takt getanzt, wobei er von einem synkopierten Rhythmus charakterisiert ist.

Mazurka

Die Mazurka ist ein Tanz im mäßig langsamen bis sehr raschen Drei-Viertel-Takt. Ein besonderes Erkennungsmerkmal ist zum einen die Unterteilung der ersten Zählzeit und zum anderen die daraus resultierende Verschiebung der Betonung auf die zweite Zählzeit. Der Name leitet sich von der polnischen Region Masowien ab.

Polonaise

Die Polonaise, auch Polnäse geschrieben, leitet sich vom Französischen danse polonaise (polnischer Tanz) ab. Es handelt sich dabei um einen ursprünglich ständischen Tanz, der vor allem beim polnischen Adel beliebt war. Die Polonaise zeichnet sich durch einen Drei-Viertel-Takt aus und wird heutzutage oft als Einleitung von Bällen getanzt.

Technik ist für die meisten eine nützliche Sache, für viele ältere Menschen oftmals jedoch ein Buch mit sieben Siegeln. Dass immer mehr Menschen, sowohl in Polen als auch in Deutschland, älter werden und diese Zielgruppe somit rasant wächst, haben nun jedoch auch viele Hersteller von technischen Geräten entdeckt und versuchen nun ihre Produkte seniorengerecht zu machen.

Erfolgsbeispiel für dieses Konzept ist beispielsweise das Seniorenhandy. Dabei handelt es sich um ein Mobiltelefon, das speziell für ältere Menschen entwickelt wurden. Die Hersteller von Seniorenhandys werben vor allem damit, dass die Geräte leicht zu bedienen sind, über keine unnötigen Zusatzfunktionen verfügen und im Notfall unkompliziert und schnell um Hilfe gerufen werden kann. Die Verkaufszahlen sind in den letzen Jahren stetig gestiegen und besonders beliebte Marken wie Doro oder Emporia konnten ihren Gewinn zum Teil verdoppeln.

Die meisten klassischen Seniorenhandys verfügen über besonders große Tasten mit einem klaren Druckpunkt, laute Töne und ein gut lesbares Display. Für Menschen, die ein Hörgerät tragen, gibt es hörgerätekompatible Handys und manch ein Gerät verfügt auch über einen Fallsensor, der Alarm auslöst, wenn der Besitzer mit dem Gerät hinfällt.

Ausgefallenere Modelle wie die „Senioren-Smartphones“ bringen ein paar Funktionen mehr mit und verfügen über einen Touch-Screen, der meist jedoch durch eine herkömmliche Tastatur ergänzt wird.

Ganz gleich für welches Modell man sich entscheidet, im Alltag ist ein solches Seniorenhandy nicht nur nützlich, sondern kann mitunter die Lebensqualität des Besitzers steigern, Angehörigen mehr Sicherheit geben und die Pflege erleichtern. Im Ernstfall kann bei vielen Geräten durch einen einzigen Tastendruck eine Alarmfunktion ausgelöst werden, die mehrere eingespeicherte Nummern der Reihe nach anruft.

Die Preisspanne bei Seniorenhandys reicht von etwa 20 bis hin zu 200 Euro, wobei die meisten Modelle zwischen 30 und 80 Euro kosten.

Auch im Heft 02/2013 der Stiftung Warentest finden Sie einen umfangreichen Test, in dem 15 Seniorenhandys auf den Prüfstand gestellt werden und der zeigt, worauf man beim Kauf achten muss.

Polen

Pflegekräfte aus Polen sind in der deutschen Pflege mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Viele Familien in Deutschland würden ohne sie nicht mehr auskommen. Sie wohnen bei pflegebedürftigen Menschen zu Hause und betreuen sie 24 Stunden am Tag. Vermittelt werden Pflegekräfte von privaten Agenturen, die aber leider nicht immer legal arbeiten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wahl einer Agentur achten müssen.

Wie viel kosten Pflegekräfte aus Polen?

Die Kosten für Pflegekräfte aus Polen belaufen sich zwischen 40 und 80 € am Tag zuzüglich Kost und Logis, was angesichts der großen Entlastung für die Angehörigen und der menschlichen Nähe, die den Pflegebedürftigen zuteilwird, sehr günstig ist: Die Pflegebedürftigen können in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und haben rund um die Uhr einen Ansprechpartner, der Ihnen seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, was in Altenheimen oder bei ambulanten Pflegediensten oft zu kurz kommt.

Die Rechtlage ist schwierig

Wie die Stiftung Warentest in einem umfangreichen Test von Vermittlungsagenturen im Mai/2009 schreibt, gibt es bei der Einstellung von Pflegepersonal aus Polen sehr viele rechtliche Stolpersteine und Hürden:

  • Der Arbeitsmarkt ist für Bürger aus den östlichen EU-Beitrittsländern noch versperrt
  • Private Arbeitsverträge sind nur mit Haushaltshilfen zulässig, die von der Bundesagentur für Arbeit vermittelt werden. Diese Haushaltshilfe dürfen nur typische Haushaltsarbeiten verrichten, wie z. B. Kochen, die Wäsche waschen oder Putzen. Medikamente verabreichen oder Verbände anlegen dürfen Sie nicht.
  • Direkte Arbeitsverträge mit ausländischen Arbeitnehmern sind illegal.

Einziger Ausweg ist laut der Stiftung die Dienstleistungsfreiheit: Sie besagt, dass osteuropäische Selbstständige und Firmen in allen Ländern der Europäischen Union nach EU-Recht ihre Dienstleistung für einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten anbieten dürfen, sofern sie Sozialversicherung in ihrem Heimatland bezahlen und dies durch eine Entsendebescheinigung nachweisen können.

Expertengespräch: Osteuropäische Pflegekräfte auf SAT.1 vom 17.07.2012

Um zu entscheiden, wie hoch die Leistungen sind, die die Pflegekasse Pflegebedürftigen zukommen lässt, gibt es verschiedene Pflegestufen, die sich vor allem darin unterscheiden, wie viel Zeit in die Grundpflege investiert werden muss. Bei der Grundpflege handelt es sich um alle Tätigkeiten, die auf die Grundbedürfnisse zurück gehen (z.B. Körperfplege, Ernährung oder Mobilität).

Wenn die Voraussetzungen für die Pflegestufe 1 nicht erfüllt sind, ein Hilfebedarf aber trotzdem besteht, gibt es seit dem 1. Juli 2008 die Möglichkeit einen Betreuungsbetrag in Höhe von 100 oder 200 Euro im Monat zu beantragen. In diesem Fall spricht man von der Pflegestufe 0.

Pflegestufe I: Erhebliche Pflegebedürftigkeit

  • mindestens 1x täglich ein Hilfebedarf bei mindestens 2 Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Grundpflege
  • zusätzlich: mehrfach in der Woche muss Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung von Nöten sein
  • wöchentlicher Zeitaufwand: im Tagesdurchschnitt: 90 Minuten (wovon 45 Minuten auf die Grundpflege entfallen müssen

Pflegestufe II: Schwerpflegebedürftigkeit

  • mindestens 3x täglich zu verschiedenen Tageszeiten wird Hilfe bei der Grundpflege benötigt
  • zusätzlich: mehrfach in der Woche muss Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung von Nöten sein
  • wöchentlicher Zeitaufwand: im Tagesdurchschnitt: 3 Stunden (wovon 2 Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen)

Pflegestufe III: Schwerstpflegebedürftigkeit

  • Hilfebedarf bei der Grundpflege ist jederzeit gegeben, sowohl Tags als auch Nachts („rund um die Uhr“)
  • zusätzlich: mehrfach in der Woche muss Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung von Nöten sein
  • wöchentlicher Zeitaufwand: im Tagesdurchschnitt: 5 Stunden (wovon 4 Stunden auf die Grundpflege entfallen müssen)

Sind die Voraussetzungen für eine Einordnung in die Pflegestufe 3 gegeben und liegt zusätzlich ein außergewöhnlich hoher Pflegebedarf vor, so ist es zudem möglich eine Härtefallregelung in Anspruch zu nehmen. Die Voraussetzungen hierfür sind:

  • ein Hilfebedarf bei der Grundpflege von mindestens 6 Stunden täglich, wobei 3 Stunden auf die Nacht fallen
  • in vollstationären Einrichtungen ist zudem eine dauerhafte medizinische Behandlungspflege zu berücksichtigen

oder

  • der Hilfebedarf kann auch Nachts nur durch mehrere Pflegekräfte, die gleichzeitig tätig sein müssen gedeckt werden
  • bei wenigstens einer Tätigkeit Tags und Nachts müssen mindestens eine Pflegekräfte, sowie eine weitere Person (auch Familienangehörige etc.) tätig werden
  • zusätzlich: ständige Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung ist erforderlich

Um die Härtefallregel in Anspruch nehmen zu können, muss nur eines der beiden Merkmale erfüllt sein.

Falls der Versicherte mit der Einstufung nicht einverstanden ist, hat er die Möglichkeit bei seiner Pflegekasse Widerspruch einzulegen.

Pflegeleistungen 2013

Stationär:

  • Stufe I: 1023 Euro
  • Stufe II: 1279 Euro
  • Stufe III: 1550 Euro
  • Härtefall: 1918 Euro

Pflegesachleistungen

  • Stufe 0 (mit Demenz*): 225 Euro
  • Stufe I: 450 Euro
  • Stufe I (mit Demenz*): 665 Euro
  • Stufe II: 1100 Euro
  • Stufe II (mit Demenz*): 1250 Euro
  • Sufe III: 1550 Euro
  • Härtefall: 1918 Euro

Pflegegeld

  • Stufe 0 (mit Demenz*): 120 Euro
  • Stufe I: 235 Euro
  • Stufe I (mit Demenz*): 305 Euro
  • Stufe II: 440 Euro
  • Stufe II (mit Demenz*): 525 Euro
  • Sufe III: 700 Euro

Zusätzliche Betreuungsleistung

  • Grundbetrag: 100 Euro
  • erhöhter Betrag: 200 Euro

*Gültig für Personen, die erheblich im Alltag eingeschränkt sind, besonders Demenzerkrankte

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit